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Presse: Licci sticht Rivalen im HVB-Vorstand aus 25.07.2005
aktiencheck.de
Christine Licci, Privatkundenvorstand der Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG (HVB) (ISIN DE0008022005 / WKN 802200), hat sich Presseberichten zufolge im Kampf um den Chefposten bei dem Kreditinstitut durchgesetzt.
Wie die "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe) berichtet, sorgt HVB-Chef Dieter Rampl mit seiner Personalpolitik für massiven Ärger innerhalb des Münchener Kreditinstituts. So hat sich im Kampf um den Chefposten bei der HVB nach Informationen aus Kreisen, die der Bank nahe stehen, Christine Licci durchgesetzt. Zudem soll die Südtitolerin die Wunschkandidatin der UniCredito Italiano S.p.A. (ISIN IT0000064854 / WKN 850832) sein. Damit würde die Ex-Chefin der Citibank Deutschland, die seit Frühjahr HVB-Privatkundenvorstand ist, Johann Berger ausstechen. Allerdings bietet der "FTD" zufolge der Posten des Deutschlandchefs durch die Übernahme des zweitgrößten deutschen Bankhauses durch die UniCredito operativ nur wenig Einflussmöglichkeiten.
Berger war von Rampl erst im Januar von der Immobilienbank Hypo Hypo Real Estate Holding AG (ISIN DE0008027707 / WKN 802770) zurückgeholt worden, um bei der HVB den milliardenschweren Verkauf von Problemkrediten abzuwickeln. Der jetzige Firmenkundenvorstand der HVB hätte dieses Ressort der "FTD" zufolge gerne auch im fusionierten Konzern inne, wobei ihm allerdings Rampls Rückendeckung fehle. Rampl forciere keine der beiden Aufstiegsszenarien für Berger, schreibt die Zeitung unter Berufung auf HVB-Kreise. So sei vielmehr unsicher, ob das Ressort überhaupt wie vereinbart der HVB zugeschlagen wird. Ginge der Job an die Italiener, würde die HVB in dem von Unicredito-Chef Alessandro Profumo geführten Vorstand nur vier statt der angekündigten fünf Mitglieder in dem elfköpfigen Gremium stellen. Rampl selbst wird dem neuen Konzern künftig als Chairman vorstehen.
Die HVB-Aktie notiert derzeit im Xetra-Handel bei 21,64 Euro (-0,23 Prozent).
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